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12. Oktober 2018

Hallo ihr Lieben,
25°C Mitte Oktober? Das ist ganz schön merkwürdig. Dieses Wochenende könnten wir also tatsächlich die Bikinis wieder rausholen. Zu Beginn des Sommers war ich noch begeistert von dem guten Wetter, obwohl ich den Zusammenhang mit dem Klimawandel im Hinterkopf hatte. Inzwischen finde ich das Wetter nur noch gruselig. Nachrichten über Flutkatastrophen auf Mallorca und Überschwemmungen in Cochin (Kerala) Indien, wo ich letztes Jahr mit meiner Familie umher gereist bin, machen mich weiter nachdenklich. Spätestens seit der Veröffentlichung der letzten Erkenntnisse des Weltklimarats steht fest: Der Klimawandel ist bereits spürbar. Und auch Wetterexperten sagen, dass nicht nur der Frühling und Sommer, sonder auch der Herbst Temperaturrekorde gebrochen hat. Höchste Zeit also, dass die Regierungen Verantwortung übernehmen und auch wir selbst unser Handeln und unseren Konsum überdenken.


Und Mode spielt dabei eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Denn laut Fashion Revolution trägt sie mit 6,7% massiv zum gesamten Ausstoß an klimawirksamen Gasen bei und ist insgesamt - direkt nach der Ölerzeugung - die umweltschädlichste Industrie überhaupt. Wie und ob wir Mode kaufen hat also ganz reale Auswirkungen auf den Klimawandel und unsere gemeinsame Umwelt. Wenn ihr also der Meinung seid, ihr besitzt noch nicht genügend Kleidungsstücke oder euch fehlt etwas wichtiges:

Überlegt, was ihr wirklich braucht und zu euch und eurem Stil passt. Wenn ihr das herausgefunden habt, investiert in faire und nachhaltige Basics und genießt das Gefühl dazu beizutragen, dass sich unsere Art Kleidung herzustellen immer weiter ändert.

Ein Beispiel ist diese Kings of Indigo Jeans aus 100% Bio-Baumwolle, die in einer Fairwear zertifizierten Fabrik genäht wird. Gerade beim Jeansfärben und Bearbeiten machen nämlich die allermeisten Firmen große Fehler. So müssen ArbeiterInnen - oft ohne Schutzkleidung - giftige Bleichmittel auf die Jeans auftragen, die nicht nur der Gesundheit schaden, sondern auch ungefiltert in die Umwelt gelangen können. Alles nur, um der Jeans einen Usedlook zu verpassen. Auch diese Jeans wurde bearbeitet, um gebraucht auszusehen. Dies geschieht aber mit nachhaltigen Techniken wie etwas Lasern und Ozon anstatt von Chemikalien und trägt so dazu bei, Umwelt und Mensch zu schonen.
Das Hemd von Marcel Ostertag ist bereits ausverkauft. Es gibt allerdings noch das passende Gegenstück, einen Rock mit gleichem Muster zu kaufen, der unter guten Arbeitsbedingungen in Deutschland genäht wurde. Die Schuhe von Nine to Five wurden ebenfalls nachhaltig hergestellt. Nämlich aus pflanzlich gegerbtem Leder, das im Gegensatz zur Chromgerbung deutlich umweltfreundlicher und nicht gesundheitsschädlich für alle Beteiligten ist.
Die Tasche ist ein weiterer Beweis, dass wir nicht alles aus Neuem produzieren müssen und dass wir aus scheinbarem Müll Produkte schaffen können. Sie besteht aus ausgedienten Schlauchbooten, (auf denen Geflüchtete in Europa angekommen sind) die aufgrund ihrer schlechten Qualität nicht weiter genutzt werden können. Mimycri schafft es damit ein kleines Unternehmen in Deutschland aufzubauen, das nicht nur ungenutzte Ressourcen zu sinnvollen Produkten umwandelt, sondern auch geflüchteten SchneiderInnen einen Job in der Näherei schafft. Sowohl die Sonnenbrille, als auch der Gürtel sind Vintage Funde. Das zeigt mir eine dritte Möglichkeit, nachhaltiger zu konsumieren, denn viele Schätze wollen nur gefunden werden und können so wertvolle Ressourcen schützen, da gar nichts Neues produziert werden muss.

Trotz all der schlechten Nachrichten aktuell, sollten wir die positive Energie - auch aus dem guten Wetter - ziehen und uns überlegen, wie wir etwas ändern können! Ihr seht ja, dass durch faire und ökologische Produktion, Upcycling und Second Hand eine andere Modeindustrie möglich ist.

Alles Liebe,
Marie

*Hemd von Marcel Ostertag (ausverkauft)
*Jeans von Kings of Indigo
*Shopper von mimycri

*Schuhe von Nine to Five
*Gürtel & Herzbrille sind Vintage

Photo Credits: Marie Hochhaus
Alle mit * gekennzeichnete Produkte wurden uns als PR-Samples, ohne Verpflichtung zur Gegenleistung, zur Verfügung gestellt.
Alle mit ** gekennzeichnete Produkte wurden uns für das Shooting geliehen.

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